Achtsamkeit
& Mitgefühl
im täglichen Leben
Meine Angebote
Als Achtsamkeitslehrer, Gestaltpädagoge, zertifizierter MSC-Lehrer (Mindful Self-Compassion) und Buchautor unterstütze ich Menschen, tiefes Vertrauen zu entwickeln und mehr und mehr in Einklang mit ihrem inneren Selbst und ihren Werten zu leben. Auf Wunsch begleite ich Sie auch ganz individuell.
Online-Material
Praxisanleitungen, Webinare, Interviews und mehr, rund um die Themen Achtsamkeit, Selbstfürsorge und IFS
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Ausbildung
Integrative
Achtsamkeit
Die Vielfalt der Achtsamkeit erfahren
Achtsamkeit mit Ansätzen westlicher Psychologie und Neurobiologie verbinden
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Retreat
Innehalten und
zu sich selbst finden
Hier stehen Gelassenheit, (Selbst-)Mitgefühl, innere Ruhe und Klarheit sowie die Vermittlung verschiedener Wege der Selbsterforschung im Mittelpunkt – Achtsamkeit und IFS
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Retreat
Hinwendung zu sich selbst
Schweige-Retreat auf der Basis der Integrativen Achtsamkeit mit Lienhard Valentin und Anna Martin
Über mich
Weniger reden,
mehr spüren
Als international bekannter Achtsamkeitslehrer, Gestaltpädagoge, zertifizierter MSC-Lehrer (Mindful Self-Compassion) und Buchautor gründete ich den Arbor Verlag, den Verein Mit Kindern wachsen und die gemeinnützige Arbor Seminare gGmbH. Mein Schwerpunkt liegt in der Integration von Achtsamkeit und Mitgefühl ins tägliche Leben – vor allem auch von Eltern und Pädagogen.
Ich praktiziere seit mehr als 40 Jahren Vipassana-Meditation. Meine wichtigsten Lehrer sind Jack Kornfield, Katharina Martin, Jon Kabat-Zinn, Christopher Germer, Bob Stahl und Rick Hanson.
Ressourcen
Es ist wichtig, dass sie sich gefühlt fühlen
Die Art und Weise wie und was wir kommunizieren, hat nicht nur Auswirkung auf unsere Beziehung zu ihnen, sondern prägt maßgeblich ihr Selbstbild und ihr Selbstgefühl.
Selbstmitgefühlspause
Diese geführte Übung ist Inhalt des Buches Die Kunst, gelassen zu erziehen, Achtsamkeit im Leben mit Kindern
Sich innerlich mit dem Kind verbinden
Eltern sein ist anstrengend! Manchmal können uns Besinnungsübungen helfen zu unserer Mitte zurückzukommen und uns wieder auf eine neue Art mit unserem Kind zu verbinden.
Was ist integrative Achtsamkeit?
In diesem Podcast dreht sich alles darum, wie wir Achtsamkeit als Lebenshaltung erfahren können – als eine Art, zu sein, als Seinsweise.
"Erziehen" mit Gelassenheit
Achtsame Eltern, glückliche Kinder – wie Eltern mit Hilfe der Achtsamkeit viel gelassener mit Kindern leben können.
Lange Atempause
Diese Übung bietet uns eine Möglichkeit der Selbstfürsorge. Sie erlaubt es uns, in unserem geschäftigen Alltag immer mal wieder innezuhalten, und uns in uns selbst, in unserm Körper und im gegenwärtigen Moment zu verankern.
Interview
Achtsamkeit – ein zeitgemäßer Weg, den Geist zu erforschen
Buddhismus aktuell im Gespräch mit Lienhard Valentin über Achtsamkeit
Florence Meleo-Meyer, M.S., M.A.
„Indem Lienhard eine Art zu leben verkörpert, die es wertschätzt, wach, mitfühlend und in Berührung mit einer größeren inneren Freiheit zu sein, hat er es zahlreichen Menschen ermöglicht, diese Werte selbst zu erfahren.“
Jon Kabat-Zinn, Ph.D.
„Ich kenne Lienhard Valentin mittlerweile seit 20 Jahren und empfinde größte Hochachtung für ihn und seine Arbeit! Er vermittelt auf höchstem Niveau nicht nur Achtsamkeit an Eltern, sondern Achtsamkeit im Allgemeinen – sei es in der Psychotherapie, im Gesundheitswesen oder im täglichen Leben.“
Christopher Germer, Ph.D.
„Lienhard hat ein tiefes, natürliches Verständnis von Achtsamkeit und Selbstmitgefühl. Er war einer der ersten, der den Wert der Praktiken für eine größere Öffentlichkeit erkannt und sie im deutschsprachigen Raum zum Wohle zahlreicher Menschen weitergegeben hat. Darüber hinaus ist Lienhard ein wundervoller Lehrer und in seinen MSC-Kursen vermittelt er die Essenz des Selbstmitgefühls auf überaus einfühlsame und kompetente Weise.“
Bücher
Wie Du mehr Achtsamkeit und Mitgefühl in Dein Leben bringst
Innehalten, Durchatmen, zu sich kommen. Innere Ruhe und Gelassenheit finden. Im Leben mit Kindern, Eltern, Pädagogen und anderen. Hier findest du meine Bücher, in deren Mittelpunkt die Integration von achtsamkeitsbasierten Verfahren und Ansätzen der Humanistischen Psychologie (Gestalt und IFS/Internal Family Systems) steht.
Die Kraft des Selbstmitgefühls
Wie wir unseren inneren Garten pflegen und zum Erblühen bringen können.
Die Kunst, gelassen zu erziehen
Achtsamkeit im Leben mit Kindern
Die heilende Kraft der Achtsamkeit
Das Meditationsprogramm, das Sie durch den Alltag begleitet – mit geführten Meditationen zum Download
Beobachtung
Freundschaft schließen mit sich selbst
Immer wieder begegnet mir in Seminaren das Phänomen, dass viele Eltern sehr hart mit sich zu Gericht gehen, wenn das Leben mit ihren Kindern nicht so läuft, wie sie es sich vorstellen und sie sich selbst nicht so verhalten, wie sie es eigentlich gerne möchten.
Achtsame Kommunikation
Es ist wichtig,
dass sie sich gefühlt fühlen
Wir kommunizieren in jeder Begegnung mit unseren Kindern – ob wir uns dessen bewusst sind oder nicht. Die Art und Weise wie und was wir kommunizieren, hat nicht nur Auswirkung auf unsere Beziehung zu ihnen, sondern prägt maßgeblich ihr Selbstbild und ihr Selbstgefühl.
Unser innerer Zustand, das Bild, das wir von dem Kind haben, wie wir uns ihm zuwenden, es ansehen, wie wir es berühren, ja sogar unsere Gefühle und Gedanken – all dies hat eine Auswirkung auf das Kind, auf seine Entwicklung, die Art und Weise wie es sich selbst sieht und die Beziehung, die es zu sich selbst entwickelt. Dies geschieht ganz automatisch.Auch die Art und Weise wie wir uns selbst heute sehen und mit uns selbst umgehen, wurde maßgeblich dadurch geprägt, wie wir gesehen wurden und wie mit uns umgegangen wurde – von unseren Eltern, Erzieherinnen oder auch Lehrern. Hier liegt auch die Ursache für den weit verbreiteten Mangel an Selbstwertgefühl, die Schwierigkeit, mitfühlend mit uns selbst zu sein und den inneren Richter, den wir vielleicht immer noch mit uns herum schleppen und der uns nie gut genug sein lässt.Diese verinnerlichten Beziehungsmuster uns selbst gegenüber sind es auch, die es uns häufig schwer machen, uns angemessen selbst zu unterstützen, was aber für unser inneres Gleichgewicht und damit auch für eine harmonische Beziehung zu unseren Kindern unerlässlich ist. Wenn wir eine Idealvorstellung von uns selbst aufbauen, stellt sich diese Idee leicht zwischen uns und die Kinder oder führt dazu, dass wir uns selbst terrorisieren, da wir unseren Ansprüchen und Idealen nicht gerecht werden.
Geht es uns gut, geht es auch unseren Kindern gut
Wie es eine Mutter in einem Seminar anschaulich ausdrückte: „Wenn ich ausgeschlafen bin und es mir gut geht, geht es auch mit den Kindern gut. Aber wenn nicht, geht es drunter und drüber und ich verhalte mich auf eine Art und Weise, wie ich dies nie wollte und die ganz und gar nicht meinen Vorstellungen entspricht. Das nehme ich mir dann wiederum übel und ich fühle mich als furchtbare Mutter.“Wer kennt das nicht? Wenn wir ausgeglichen und mit uns selbst in Frieden sind, können wir uns in unsere Kinder einfühlen, auf sie eingehen und ihnen durch unsere Resonanz vermitteln, dass sie „gefühlt“ und das heißt auch angenommen und geliebt werden, so wie sie sind. Geht es uns nicht so gut oder sind wir unter Stress, so sind wir mehr oder weniger in uns selbst gefangen. Wir sind abgeschnitten von unseren Möglichkeiten auf unsere Kinder eingehen zu können und gleichzeitig ist damit auch die Verbindung zu ihnen abgerissen. Diese Trennung fühlen sie unmittelbar, was sich dann wiederum in ihrem Verhalten äußert. So entsteht dann leicht ein Teufelskreis, der uns und unseren Kindern den Tag verderben kann.
Aneinander vorbei kommunizieren
Ein typisches Beispiel hierfür bringen Daniel Siegel und Mary Hartzell in ihrem außerordentlich aufschlussreichen Buch Gemeinsam leben, gemeinsam wachsen:Eine Mutter kommt von der Arbeit nach Hause, und ihr 22 Monate alter Sohn stürmt begeistert herbei, um sie zu begrüßen, kaum dass sie durch die Tür tritt. Er möchte nach einem Tag des Getrenntseins wieder Kontakt herstellen. Die Mutter hat jedoch eine andere Vorstellung. Sie möchte aus ihrer beruflichen Rolle in ihre Mutterrolle wechseln, also umarmt sie das Kind flüchtig und gedankenverloren und geht mit den Worten „Ich bin sofort wieder da,“ ins Schlafzimmer, um sich umzuziehen.Dieser kurze, wenig achtsame Kontakt, gefolgt von einer weiteren räumlichen Distanz, ist für das Kind nicht zufrieden stellend, so dass es ihr weinend hinterherläuft und auf den Arm genommen werden möchte. Die Mutter versucht das Kind abzuschütteln, um zunächst ihr eigenes Ziel zu erreichen, bevor sie sich ihm widmet. Dieses regt sich jedoch nur noch mehr auf, weint lauter, legt sich auf den Boden und beginnt mit den Füßen gegen die Wand zu treten. Dies geht der erschöpften Mutter auf die Nerven, die das Poltern nicht hören oder die Trittspuren hinterher nicht von der Wand waschen möchte. Die Mutter hat nun das Gefühl, dass ihr Kind unvernünftig und anstrengend ist. Sie sagt streng: „Ich werde nicht mit dir spielen, wenn du nicht sofort aufhörst zu treten!‚“ Als es dies hört, empfindet das Kind angesichts der verärgerten Mutter eine noch größere Distanz. Es regt sich noch mehr auf und schlägt nach seiner Mutter. Nun möchte die Mutter dem Kind gar keine positive Aufmerksamkeit mehr schenken, denn in ihren Augen benimmt es sich schlecht, und die Mutter möchte dieses „schlechte Benehmen“ nicht belohnen.Die Botschaft des Kindes, wie wichtig es war, nach einem langen Tag des Getrenntseins den Kontakt zur Mutter wieder herzustellen, wurde nicht wahrgenommen. So handelte es aus Frustration darüber, nicht verstanden zu werden. Es versuchte weiterhin, einen Kontakt herzustellen, wenn auch auf negative Weise.
Kinder brauchen es, sich „gefühlt zu fühlen“
Wenn wir eine Vorstellung oder Idee zwischen unsere Kinder und uns stellen, wirkt sich dies destruktiv auf die Beziehung aus – so richtig, vernünftig und wünschenswert diese Vorstellung auch sein mag. Für Vernunft haben Kinder keinen Sinn – laut Piaget beginnt sich das, was wir als „vernünftiges Denken“ bezeichnen, erst mit etwa elf Jahren zu entwickeln!Situationen wie die oben beschriebene sind Alltag im Leben mit Kindern und in den seltensten Fällen erkennen wir, dass die Wurzel eines solchen Konfliktes nicht ein „schwieriges“ Kind ist, dem man vielleicht mehr Grenzen setzen und mit mehr Konsequenz begegnen sollte, sondern vielmehr mangelnde Achtsamkeit von unserer Seite. Wäre die Mutter nicht so sehr in ihren eigenen Vorstellungen gefangen gewesen, hätte sie die Situation auch aus den Augen ihres Sohnes sehen können und sich ihm vielleicht erst einmal ein paar Minuten zugewendet. So hätten sie die Verbindung wieder herstellen können und anschließend hätte sie auch den Raum gehabt, ihren eigenen Bedürfnissen nachzugehen. Aber solche Möglichkeiten sind uns in der konkreten Situation leider allzu häufig verborgen und wenn wir nicht sehen, dass die Wurzel des Konfliktes in uns liegt, wird es auch im Nachhinein schwierig, einen vielleicht entstandenen Bruch in der Beziehung wieder zu schließen.
Sehen wir uns die Situation von oben noch einmal etwas näher an
Es beginnt eigentlich mit einer kleinen, nur allzu verständlichen Unachtsamkeit: Aus dem Bedürfnis der Mutter heraus, erst einmal zuhause anzukommen, hat sich eine Vorstellung über den weiteren Verlauf des Abends entwickelt. Dabei hat sie die Rechnung aber ohne den Wirt gemacht. Da sie ihren Sohn nicht in ihren Plan einbezogen hat und mit ihm nicht wirklich in Kontakt getreten ist, um so ein Gefühl für ihn und seine innere Wirklichkeit zu bekommen, geht sie über ihn hinweg. Als er seiner Frustration Ausdruck verleiht, interpretiert sie dies als unangemessenes Verhalten und wird zunehmend genervt – sie gerät zunehmend auf den „unteren Weg“ wie Daniel Siegel dies aus gehirnphysiologischer Sicht bezeichnet. D.h., sie gerät in Stress, der wiederum dazu führt, dass ihre Sicht der Situation und ihres Sohnes noch einseitiger und enger wird – und er scheint ihre Sicht dann durch sein Verhalten auch noch zu bestätigen. Der Schritt zu Handgreiflichkeiten oder zumindest zu lautstarken Schimpftiraden ist nun nicht mehr weit.Geschehen solche Missverständnisse häufig, können tiefe Brüche in der Beziehung entstehen, das Kind fühlt sich dann nicht verstanden – nicht „gefühlt“ – und da es von seiner Umgebung vielleicht zunehmend als „schwierig“ und „nicht in Ordnung“ gesehen wird, bestätigt es diese Sicht seiner selbst mehr und mehr durch sein Verhalten.Die kleinen Unachtsamkeiten, die häufig an der Wurzel solcher Brüche in der Beziehung zu unseren Kindern liegen, lassen sich natürlich nicht immer vermeiden – das ist auch gar nicht notwendig. Wie wir immer wieder betonen, brauchen Kinder keine perfekten Eltern, die nie Fehler machen oder nie unachtsam sind. Aber wir können uns auf den Weg machen und uns immer wieder neu mit uns selbst, unserem Herzen und unseren Kindern verbinden.
Ein Leben mit Kindern ist ein wenig wie eine Welle reiten
Es ist ein wenig wie beim surfen. Wenn wir ausgeglichen sind, stehen wir auch ausbalanciert auf dem Surfbrett, sind in Kontakt mit jeder Welle und begegnen ihr auf entsprechende Weise. Gleichzeitig sind wir mit uns selbst in Kontakt – wir wissen, wann wir eine Pause brauchen oder eine Stärkung. Wenn wir einen dieser Faktoren außer Acht lassen, kann das dazu führen, dass wir vom Brett fallen und ordentlich Wasser schlucken.Im Alltag mit unseren Kindern surfen zu lernen, ist eine weitaus schwierigere und komplexere Angelegenheit. Wir haben alle möglichen Dinge zu erledigen, sind immer wieder mit hohen emotionalen Wellengängen konfrontiert und jede Unachtsamkeit oder innere Unflexibilität kann uns vom Brett fallen lassen. Aber wenn wir immer wieder neu anfangen, statt uns darüber zu beklagen, was für erbärmliche Surfer wir sind oder dass die Wellen einfach nicht so sein wollen, wie wir es gerne hätten, werden wir zunehmend weniger Wasser schlucken. Den Seegang können wir nur bedingt beeinflussen, aber die Praxis der Achtsamkeit ist eine ungeheuer hilfreiche Möglichkeit, in Alltag mit unseren Kindern surfen zu lernen. Indem wir die Aufmerksamkeit auf wohlwollende und interessierte Art und Weise auf unser Innenleben – unsere Stimmung, unsere Gefühle, Gedanken und Empfindungen – lenken, lernen wir uns besser kennen und können uns immer wieder neu mit uns selbst verbinden. Dabei geht es nicht darum, uns zu ändern. Wer möchte, dass sich ein Mensch ändert, muss ihn erst einmal so annehmen und respektieren wie er ist – und das gilt auch für uns selbst. Es geht also zunächst darum, mit uns und unserer Erfahrung in Kontakt zu kommen.
Aber was hat das mit der Kommunikation mit Kindern zu tun?
Wie der Jesuit Anthony die Mello es ausdrückt:„Gutes Zuhören heißt nicht so sehr anderen zuzuhören, als sich selbst. Eine gute Sicht zu haben, heißt nicht so sehr, andere zu sehen, sondern sich selbst. Denn die, die sich selbst nicht zuhören, können die anderen nicht verstehen; und sie sind blind gegenüber der Wirklichkeit anderer, wenn sie nicht in sich selbst eingedrungen sind.“Je nach unserer Stimmung kann uns die selbe Situation erheitern, die uns in einem anderen Zustand an die Decke gehen lässt. Unsere Stimmung färbt unsere Sicht und damit auch unsere Kommunikation und unsere Handlungen. So ist dann auch der erste Schritt zu einer achtsamen Kommunikation mit Kindern, dass wir uns unseres eigenen inneren Zustandes bewusster werden.
Die Aufmerksamkeit kurz von unseren Aktivitäten weg nach innen richten
Dabei kann uns die so genannte „Instant Meditation“ eine große Hilfe sein. Sie besteht einfach darin, mehrmals am Tag in unseren Aktivitäten inne zu halten und wohlwollend bei uns selbst vorbei zu schauen. D.h., dass wir unsere Aufmerksamkeit kurz von unseren Aktivitäten weg nach innen richten und uns fragen: „Hallo, wie geht es dir gerade?“ Und dies wie gesagt wohlwollend und mit freundlichem Interesse. Wenn wir dann merken, dass wir angespannt oder gestresst sind, können wir schauen, ob wir uns irgendwie unterstützen können, bevor die Anspannung so groß wird, dass uns vielleicht schon eine Kleinigkeit von unserem Surfbrett wirft und wir Dinge sagen oder tun, die uns später leid tun.Wenn wir erst einmal auf dem unteren Weg sind, ist es recht schwierig, die Kurve zu bekommen. Oft sind wir dann auch selbstgerecht und in unsere Sicht der Dinge verbissen. Wenn wir aber sensibler für unseren inneren Zustand werden, können wir rechtzeitig einen anderen Weg suchen. Vielleicht nehmen wir eine kurze Auszeit, machen uns einen Tee – oder was immer wir für Möglichkeiten finden, für uns selbst zu sorgen.Wenn sich ein Konflikt anbahnt, können wir die „Instant Meditation“ auch nutzen, um innezuhalten und uns mit uns selbst, dem Kind und der Situation zu verbinden, statt automatisch zu reagieren. Dies erhöht die Wahrscheinlichkeit eine kreative Lösung zu finden beträchtlich. So hätte die Mutter in dem oben zitierten Beispiel die weitere Eskalation noch verhindern können, wenn sie auf die Frustration ihres Sohnes hin inne gehalten und genauer hingesehen hätte, statt weiter auf ihrer Sicht der Dinge zu beharren.
Achtsamkeit kann uns zum Wegweiser durch den Alltag werden
Wenn wir häufiger inne halten, die Welt mit den Augen unserer Kinder sehen, uns in sie einfühlen, ihre Sicht der Dinge in unsere Entscheidungen mit einbeziehen, fühlen sie sich gefühlt und respektiert – was ihnen wiederum eine innere Sicherheit gibt, die es ihnen später erlaubt, auch in schwierigen Situationen ihren Weg zu finden und diese eher als Herausforderung und nicht so sehr als Bedrohung zu erleben.Die neuesten Gehirnforschungen zeigen: Die formale Praxis der Achtsamkeit verändert unser Gehirn! In seinem Buch Das achtsame Gehirn beschreibt Daniel Siegel, wie und warum Achtsamkeitspraxis zu unserem und dem Wohlergehen unserer Kinder beitragen kann. Kinder können sich nur von uns „gefühlt“ fühlen, wenn wir wirklich da sind – mit Körper, Herz und allen Sinnen.Jede Methode, jeder Ansatz oder jedes Konzept – auch das der Achtsamkeit – sind Wegweiser oder Landkarten. Sie sind nicht das Land. Um in dem bewegten Land des Lebens mit Kindern surfen zu lernen, in dem wir es mit Müdigkeit, emotionalem Treibsand und den unterschiedlichsten Wetterlagen zu tun haben, braucht es nach den Worten von Jack Kornfield eine Tasse voll Wissen, ein Fass voll Liebe und einen Ozean von Geduld – und, was vielleicht noch zu ergänzen wäre – eine ordentliche Prise Humor!
Erschienen in der Zeitschrift „Mit Kindern wachsen“, Ausgabe Januar 2007
Besinnungsübung: Freude
Sich innerlich mit dem Kind verbinden
Eltern sein ist anstrengend! Manchmal können uns Besinnungsübungen helfen zu unserer Mitte zurückzukommen und uns wieder auf eine neue Art mit unserem Kind zu verbinden. Hier eine Übung um sich mit der Freude, die sie zusammen mit einem Kind empfunden haben, zu verbinden.
Sich Raum verschaffen
Geben Sie sich für Besinnungsübungen wie diese ein wenig Raum und sorgen Sie dafür, dass Sie möglichst ungestört sind. Lassen Sie sich zunächst einmal ein paar Minuten Zeit, um bei sich anzukommen. Wenn Sie sich noch mit Dingen aus Ihrem Alltag beschäftigen oder von ihnen bedrängt werden, stellen Sie diese für eine Weile zurück.
Sich einfühlen
Wenn Sie sich bereit fühlen zu beginnen, stellen Sie sich auf Ihr Kind oder eines Ihrer Kinder ein und versuchen Sie, Erinnerungen an die Zeit auftauchen zu lassen, als Sie erfuhren, dass sich ein (weiteres) Kind anmeldet. Erzwingen Sie nichts. Stellen Sie sich einfach darauf ein, dass Erinnerungen auftauchen können. Vielleicht hilft Ihnen das Bild einer Antenne, die empfangsbereit ist, aber nicht aktiv Ausschau hält. Wenn zunächst nichts auftaucht, ist das vollkommen in Ordnung. Machen Sie sich keinen Druck. Nehmen Sie einfach wahr, was von alleine kommt, ohne es zu bewerten, auch wenn Erinnerungen auftauchen, die eher unangenehme Gefühle in Ihnen wecken.
Sich mit der Freude verbinden
Dann stellen Sie sich darauf ein, wie und wo Sie in Zusammenhang mit diesem Kind Freude erfahren haben – einfach weil es da ist. Wenn solche Momente auftauchen, geben Sie ihnen Raum und lassen sie sich in Ihrem ganzen Körper ausbreiten – aber wieder, ohne etwas zu forcieren.
Drücken Sie diese Freude Ihrem Kind gegenüber auch aus?
Zeigen Sie diese Freude darüber, dass es da ist?
Einfach so, ohne dass es dies erst verdienen muss?
Sich erinnern
Wenn Sie durch eine solche Besinnungsübung Zugang zu dieser Freude bekommen, nehmen Sie sich regelmäßig ein paar Minuten Zeit, in der Sie sonst nichts erledigen oder tun und versuchen Sie, sich an diese Freude zu erinnern. Wenn Ihr Kind noch klein ist und Sie vielleicht sogar noch stillen, nutzen Sie diese Zeit, um diese Freude in sich aufzuspüren, sie zuzulassen und ihr Raum zu geben.Eine gute Gelegenheit, sich innerlich wieder mit einem Kind zu verbinden, ist, wenn es schläft. Es stellt nun keine Anforderungen mehr an uns, wir können unsere Anspannung loslassen und es einfach ansehen. Wenn wir in dieser Weise mit unserem schlafenden Kind Kontakt aufnehmen, fällt es uns vielleicht leichter, unsere Liebe zu erneuern und unsere innere Verbindung zu nähren.Das Erleben von gemeinsamer Freude spielt auch in dem Ansatz von Emmi Pikler eine wesentliche Rolle. Beim Wickeln, Füttern, Baden – bei allem, was wir mit dem Kind tun, ist es möglich, Raum für gemeinsame Freude zu schaffen, was nicht nur für das Kind, sondern auch für uns ein ganz anderes Lebensgefühl mit sich bringt.
Aus dem Buch „Mit Kindern neue Wege gehen“
Achtsames Selbstmitgefühl
Freundschaft schließen mit sich selbst
Schon seit einigen Jahren schreibe ich immer mal wieder über ein Phänomen, das mir in Seminaren wiederholt begegnet. Es geht um eine Art Perfektionismus – eine Härte sich selbst oder den Kindern gegenüber, wenn es nicht so läuft wie gedacht. Vor allem, wenn wir als Eltern in Stress geraten, verhalten wir uns in einer Art und Weise, auf die wir anschließend nicht gerade stolz sind.
Sich diese oder ähnliche Fragen immer mal wieder zu stellen, kann uns in schwierigen Situationen helfen, auf Kurs zu bleiben. Sie können eine Art Leitstern sein, an dem wir uns immer wieder neu orientieren und ausrichten können. Und wenn wir es im Ernstfall schaffen, innezuhalten, ein paar tiefe Atemzüge zu nehmen und uns zu fragen, ob das, was wir jetzt tun wollen, unseren langfristigen Zielen entspricht, haben wir einen großen Schritt zu mehr emotionaler Balance getan.Ein nächster Schritt könnte eine so genannte Selbstmitgefühlspause sein (nach Christopher Germer und Kristin Neff), die sich vor allem auch in herausfordernden Alltagssituationen bewährt hat. Besonders hilfreich ist sie, wenn wir es uns schon zur Gewohnheit gemacht haben, öfter mal am Tag wohlwollend bei uns selbst vorbeizuschauen, um ein Gefühl für unsere innere Wetterlage zu bekommen. Sind wir noch im grünen Bereich oder spüren wir schon einen gewissen Unmut, Ärger oder andere Warnzeichen, dass wir uns dem roten Bereich nähern? In dieser Phase können wir noch Einfluss nehmen und für uns selbst sorgen, so dass ein Abrutschen in den roten Bereich vermieden werden kann. Eine „Selbstmitgefühlspause“ könnte in etwa so aussehen: Wenn Sie bemerken, dass Sie ungeduldig werden oder sich Unmut in Ihnen regt, halten Sie erst einmal inne und lassen Sie sich einen Moment, dies anzuerkennen. Wenn Sie möchten, können Sie sich eine Hand auf den Bauch oder auf den Herzraum legen – als Erinnerung, wohlwollend und freundlich mit sich selbst zu sein, und als Einladung, erst einmal durchzuatmen und sich zu besinnen. Spüren Sie die Anspannung in Ihrem Körper und nehmen Sie die Gefühle und Gedanken war, die nun in Ihnen auftauchen und Sie zum Agieren drängen. Wenn Sie eine Tendenz in sich bemerken, sich zu verhärten, erkennen Sie auch dies erst einmal an. So können Sie z. B. zu sich selbst sagen: „Das passt mir jetzt überhaupt nicht! Das fühlt sich verdammt unangenehm an!“, oder wie immer Sie die Situation für sich beschreiben würden.Als nächsten Schritt können Sie sich erinnern: „ Gut – ich mag das überhaupt nicht, aber shit happens! Ich kann weder das Leben noch meine Kinder kontrollieren und es wird immer wieder Situationen geben, in denen ich mich hilflos oder ohnmächtig fühle. Das ist nicht mein Fehler und ich bin damit auch nicht allein. Möge ich mich nicht verhärten, sondern einfühlsam und offen bleiben für mich und meine Kinder. Was ist jetzt wirklich wichtig? Wie sieht diese Situation aus Sicht der Kinder aus? Was wäre jetzt ein möglicher nächster Schritt?“ Das heißt nicht, dass wir die Situation sofort ändern können. Wir geben uns das Mitgefühl auch nicht, um das schwierige Gefühl loszuwerden – sondern einfach, weil es gerade schwierig ist. Wir lernen, uns selbst die Unterstützung zu geben, die wir in einer schwierigen Situation brauchen. Und dies gilt nicht nur für schwierige Situationen – letztlich brauchen auch wir innere Nahrung, um mehr und mehr im grünen Bereich zu bleiben.Das Leben mit Kindern bringt immer auch schöne, freudige und bewegende Momente mit sich und es wäre zu schade, wenn wir diese verpassen würden. Wie Rick Hanson sagt:
Was ist mir besonders wichtig im Leben mit meinem Kind (meinen Kindern)?
Wenn ich mir vorstelle, ich schaue von meinem Lebensabend aus zurück auf die heutige Zeit – was ist da wirklich von Bedeutung?
Was sind meine langfristigen Ziele?
Was hätte ich mir vor allem von meinen Eltern gewünscht und wie möchte ich für meine Kinder da sein?
Sich diese oder ähnliche Fragen immer mal wieder zu stellen, kann uns in schwierigen Situationen helfen, auf Kurs zu bleiben. Sie können eine Art Leitstern sein, an dem wir uns immer wieder neu orientieren und ausrichten können. Und wenn wir es im Ernstfall schaffen, innezuhalten, ein paar tiefe Atemzüge zu nehmen und uns zu fragen, ob das, was wir jetzt tun wollen, unseren langfristigen Zielen entspricht, haben wir einen großen Schritt zu mehr emotionaler Balance getan.Ein nächster Schritt könnte eine so genannte Selbstmitgefühlspause sein (nach Christopher Germer und Kristin Neff), die sich vor allem auch in herausfordernden Alltagssituationen bewährt hat. Besonders hilfreich ist sie, wenn wir es uns schon zur Gewohnheit gemacht haben, öfter mal am Tag wohlwollend bei uns selbst vorbeizuschauen, um ein Gefühl für unsere innere Wetterlage zu bekommen. Sind wir noch im grünen Bereich oder spüren wir schon einen gewissen Unmut, Ärger oder andere Warnzeichen, dass wir uns dem roten Bereich nähern? In dieser Phase können wir noch Einfluss nehmen und für uns selbst sorgen, so dass ein Abrutschen in den roten Bereich vermieden werden kann. Eine „Selbstmitgefühlspause“ könnte in etwa so aussehen: Wenn Sie bemerken, dass Sie ungeduldig werden oder sich Unmut in Ihnen regt, halten Sie erst einmal inne und lassen Sie sich einen Moment, dies anzuerkennen. Wenn Sie möchten, können Sie sich eine Hand auf den Bauch oder auf den Herzraum legen – als Erinnerung, wohlwollend und freundlich mit sich selbst zu sein, und als Einladung, erst einmal durchzuatmen und sich zu besinnen. Spüren Sie die Anspannung in Ihrem Körper und nehmen Sie die Gefühle und Gedanken war, die nun in Ihnen auftauchen und Sie zum Agieren drängen. Wenn Sie eine Tendenz in sich bemerken, sich zu verhärten, erkennen Sie auch dies erst einmal an. So können Sie z. B. zu sich selbst sagen: „Das passt mir jetzt überhaupt nicht! Das fühlt sich verdammt unangenehm an!“, oder wie immer Sie die Situation für sich beschreiben würden.Als nächsten Schritt können Sie sich erinnern: „ Gut – ich mag das überhaupt nicht, aber shit happens! Ich kann weder das Leben noch meine Kinder kontrollieren und es wird immer wieder Situationen geben, in denen ich mich hilflos oder ohnmächtig fühle. Das ist nicht mein Fehler und ich bin damit auch nicht allein. Möge ich mich nicht verhärten, sondern einfühlsam und offen bleiben für mich und meine Kinder. Was ist jetzt wirklich wichtig? Wie sieht diese Situation aus Sicht der Kinder aus? Was wäre jetzt ein möglicher nächster Schritt?“ Das heißt nicht, dass wir die Situation sofort ändern können. Wir geben uns das Mitgefühl auch nicht, um das schwierige Gefühl loszuwerden – sondern einfach, weil es gerade schwierig ist. Wir lernen, uns selbst die Unterstützung zu geben, die wir in einer schwierigen Situation brauchen. Und dies gilt nicht nur für schwierige Situationen – letztlich brauchen auch wir innere Nahrung, um mehr und mehr im grünen Bereich zu bleiben.Das Leben mit Kindern bringt immer auch schöne, freudige und bewegende Momente mit sich und es wäre zu schade, wenn wir diese verpassen würden. Wie Rick Hanson sagt:Wir bewegen uns ständig über ein Feld von Juwelen, aber am Abend ist unser Sack leer, weil wir vor allem auf das geschaut haben, was nicht da ist oder was nicht funktioniert hat und dem, was schön und nährend ist, zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt haben.In seinem Buch „Just 1 Thing“ zeigt Rick Hanson zahlreiche Möglichkeiten, wie im Alltag – sozusagen im Vorbeigehen – unsere Ressourcen aufbauen und zu mehr Resilienz und Wohbefinden kommen können. Das geht nicht von einem Tag auf den anderen und leider kenne ich auch kein Geheimrezept, das uns zu schnellen Lösungen verhilft. Unser Gehirn wehrt sich gegen allzu schnelle Veränderungen – es möchte den Status Quo erhalten.Bei der Praxis der Achtsamkeit und des Selbstmitgefühls handelt es sich also um Übungswege und Veränderungen geschehen in ihrer eigenen Zeit und nach ihrem eigenen inneren Gesetz. Aber auch, wenn die Veränderungen nicht über Nacht geschehen, zeigt sich doch nach relativ kurzer Zeit eine spürbare Verbesserung unserer Emotionsregulation, unserer Stressresistenz und unseres allgemeinen Wohlbefindens. Wenn wir es hin und wieder am Tag schaffen, uns der kleinen Freuden des Lebens mit Kindern gewahrzuwerden und diese bewusst zu genießen (damit meine ich nicht die Highlights, sondern wirklich die kleinen schönen Momente, die uns lächeln lassen) oder uns am Abend noch einmal an ihr Bett setzen, uns innerlich mit ihnen verbinden und uns vergegenwärtigen, in wie vieler Hinsicht sie unser Leben bereichern, wird sich die Familienatmosphäre schon bald spürbar verändern. Und in dem Maße, wie wir mit uns selbst Freundschaft schließen, wird es uns auch sehr viel leichter fallen, die Geschenke, die das Leben mit Kindern mit sich bringt, zu würdigen und gemeinsam mit unseren Kindern zu wachsen.
Erschienen in der Zeitschrift „Mit Kindern wachsen“, Ausgabe Juli 2014
Achtsamkeit – ein zeitgemäßer Weg, den Geist zu erforschen
Lienhard Valentin ist seit Mitte der 90er Jahre mit dem Thema Achtsamkeit verbunden. In seinem Arbor-Verlag sind massgebliche Bücher dazu erschienen, lange bevor andere Verlage das Thema als gut verkäuflich entdeckten. Arbor Seminare organisiert Aus- und Fortbildungen im Bereich Achtsamkeit. Das Gespräch führte Ursula Richard.
Buddhismus aktuell: Achtsamkeit scheint mehr und mehr in der Mitte unserer Gesellschaft anzukommen. Daran haben Sie, hat Ihr Arbor Verlag in sicher nicht zu unterschätzendem Maße beigetragen, haben Sie doch Jon Kabat-Zinn im deutschsprachigen Raum bekannt gemacht wie auch andere, die Achtsamkeit aus den Meditationshallen in andere Settings gebracht haben. Wie ist die Achtsamkeit zu Ihnen gekommen?
Lienhard Valentin: Durch ein Buch von Joseph Goldstein kam ich vor dreißig Jahren zur Vipassana-Meditation und besuchte in der Folge regelmäßig Retreats, vor allem bei Jack Kornfield. Einige Jahre später begann ich, einige Elemente aus meinen Erfahrungen mit dieser Praxis in meine Arbeit mit Eltern zu integrieren. 1995 auf der Buchmesse stieß ich dann auf das Buch von Jon und Myla Kabat-Zinn zum achtsamen Leben mit Kindern, war fasziniert, erwarb die deutschen Rechte und lud die beiden 1997 nach Deutschland ein. Zu diesem Zeitpunkt wusste ich so gut wie nichts über MBSR (Mindfulness-Based Stress Reduction) und Kabat-Zinns Arbeit in der Stress Reduction Clinic.
BA: Jon Kabat-Zinn könnte man ja vielleicht als den Vater der säkularen Achtsamkeitsbewegung bezeichnen. Er selbst versteht seinen Ansatz, soviel ich weiß, ja auch als Dharmapraxis, also als eine Form buddhistischer Praxis. Wie würden Sie das beschreiben, was da unter anderem durch ihn in die Welt gekommen ist?
LV: Jon praktizierte selbst seit vielen Jahren Zen und Vipassana-Meditation, und als er mit dem Ausmaß von Leiden in Krankenhäusern in Kontakt kam, ließ ihn der Gedanke nicht los, die Meditationspraxis diesen Menschen in einer Form zugänglich zu machen, die nicht an eine Religion gebunden ist und dieses Leiden mildern kann. Er sieht sich aber nicht als Buddhist, sondern spricht lieber vom universellen Dharma, wenn seine Wurzeln auch vor allem im Buddhadharma liegen.
BA: Achtsamkeit wird heutzutage auf oft sehr, sehr unterschiedliche Weise verstanden. Wie sehen Sie den Unterschied zwischen einem säkularen und einem buddhistischen Verständnis von Achtsamkeit?
LV: Ich würde das persönlich nicht trennen – Achtsamkeit ist Achtsamkeit, wenn auch die Intentionen unterschiedlich sind. Für mich ist diese Praxis ein zeitgemäßer Weg, unseren Geist zu erforschen und zu trainieren, sodass mehr Menschlichkeit in die Welt kommen kann. Wer Jon Kabat-Zinn näher kennt, wird schnell merken, dass es ihm nicht um Buddhismus light geht, und so sehe ich das auch. Natürlich werden sich Menschen dieser Praxis aus den unterschiedlichsten Gründen nähern – vielleicht um besser mit Stress klarzukommen, um glücklicher zu sein, was auch immer. Damit habe ich kein Problem – wer tiefer gehen will, wird das auch tun. Auch innerhalb der buddhistischen Traditionen gibt es ja sehr unterschiedliche Auffassungen. Solange die Person, die Achtsamkeit vermittelt, mit der Essenz dieser Praxis verbunden ist und authentisch aus diesem Erfahrungshintergrund unterrichtet, ist es eher eine Frage der geschickten Mittel als eine Frage, ob das Verständnis säkular oder buddhistisch geprägt ist.
BA: Was geht in einem rein säkularen Verständnis Ihrer Meinung nach verloren? Was könnte aber auch der Vorteil sein?
LV: Nach meinem Verständnis muss gar nichts verloren gehen – das hängt wie gesagt ganz davon ab, wie die Praxis der Achtsamkeit vermittelt wird. In unseren Ausbildungen ist zum Beispiel ein einwöchiges Vipassana-Retreat mit sehr erfahrenen Leitern integriert, sodass jede und jeder mit den Wurzeln der Achtsamkeitspraxis in Kontakt kommen kann. Wenn sich jemand angesprochen fühlt, wird er den Weg weitergehen, wenn nicht, dann eben nicht. Natürlich kann ich nur etwas vermitteln, was ich selbst lebe und verkörpere; von daher gehört es zu einem guten Achtsamkeitslehrer, sich ständig weiterzuentwickeln und weiter zu lernen. Irgendein Zertifikat erworben zu haben sagt letztlich nicht viel aus. Darüber hinaus denke ich, dass unsere Welt dringend mehr Achtsamkeit und Mitgefühl nötig hat, und wir können nicht warten, bis genügend erleuchtete Lehrer oder Buddhisten etwas bewirken. Ich sage gerne, dass es die Zeit der Hobbits ist – wir sind aufgerufen, etwas von dem, was wir über den Dharma und die Praxis der Achtsamkeit wirklich verstanden haben, zum Wohle der Menschen weiterzugeben, in einer Form, die für uns und die leidenden Menschen Sinn macht und authentisch ist. Wenn also die sogenannte säkulare Achtsamkeit mehr Menschlichkeit in die Welt bringt – was sollte dagegensprechen? Natürlich besteht immer die Gefahr, dass sie instrumentalisiert wird und in die subtile Aggression der Selbstverbesserung abgleitet. Das habe ich aber auch bei vielen traditionell buddhistisch Meditierenden gesehen.
BA: Inzwischen wird auch in der säkularen Achtsamkeitsbewegung davon gesprochen, dass Achtsamkeit ohne Mitgefühl und Selbstmitgefühl nicht sehr weit trägt, und es werden Programme angeboten, die beides verbinden. Wie sehen Sie diese Entwicklung? Gibt es Ihrer Ansicht nach einen Unterschied zwischen einem säkularen und einem buddhistischen Verständnis von Mitgefühl?
LV: Natürlich ist Mitgefühl schon implizit in der Achtsamkeitspraxis enthalten, wenn sie entsprechend vermittelt wird. Trotzdem habe ich bei mir selbst und auch bei vielen Teilnehmenden an unseren Seminaren die Erfahrung gemacht, dass es sehr hilfreich ist, einen wohlwollenderen, freundlicheren Umgang mit sich selbst zu kultivieren. Vielleicht sollte man nicht so sehr das säkulare vom buddhistischen Verständnis unterscheiden, sondern vielmehr auf das westliche und östliche Verständnis schauen. Da finde ich die Arbeit von John Welwood besonders inspirierend. Die Integration einer Praxis, die sich in einer anderen Kultur und überwiegend in Klöstern entwickelt hat, lässt sich nicht eins zu eins auf unser Leben in unserer heutigen Gesellschaft übertragen. MBSR, MBCT (Mindfulness-Based Cognitive Therapy), MSC (Mindful Self Compassion) und all die anderen achtsamkeitsbasierten Verfahren beruhen ja nicht ausschließlich auf der buddhistischen Meditationspraxis; sie sind auch geprägt von modernen psychotherapeutischen Ansätzen und Erkenntnissen aus der Pädagogik, der Lernforschung und so weiter. Vorreiter sind da sicherlich Jack Kornfield und andere westliche Vipassana-Lehrer, die ihre Erfahrungen in buddhistischen Klöstern durch westliche psychotherapeutische Einsichten und Ansichten ergänzt haben.
BA: Welches sind für Sie die wichtigsten Felder für Achtsamkeit?
LV: Für mich ganz persönlich ist es die Arbeit mit Eltern bzw. das Leben mit Kindern – schon lange bevor ich selbst Vater wurde, hat es mich zutiefst interessiert, wie Kinder auf eine Weise aufwachsen können, dass sie sie selbst bleiben können und nicht nach den Vorstellungen der Erwachsenen verbogen werden. Die Kultivierung von Achtsamkeit und Mitgefühl sind da natürlich unerlässlich – vor allem auch von Selbstmitgefühl. Grundsätzlich ist an erster Stelle natürlich die Gesundheitsvorsorge zu nennen, bei der MBSR seine Wirksamkeit inzwischen überzeugend bewiesen hat. Aber auch im psychotherapeutischen Kontext, in Familien, Schulen, bei alten Menschen und so weiter gibt es erfreuliche Entwicklungen.
BA: Wie sehen Sie die Zukunft der säkularen Achtsamkeits- und Mitgefühlsbewegung? Ist es eine Modewelle oder hat sie transformatives Potenzial, das sich zunehmend in immer mehr gesellschaftlichen Bereichen entfalten wird?
LV: Ich denke, dass es beides ist. Wie sie sich weiterentwickeln wird, hängt vor allem von der Qualität der Ausbildungen ab und von den grundlegenden Intentionen der Menschen, die die Praxis vermitteln. Jon Kabat-Zinn sagt gerne, dass man diese Praxis nur vermitteln kann, wenn man sie liebt. Wer es macht, um Anerkennung, Geld oder was auch immer zu bekommen, wird früher oder später in eine Sackgasse geraten. Insofern schützt sich die Praxis selbst, und es ist nicht notwendig, eine „Dharmapolizei“ zu installieren. Das führt doch meist nur zu Dogmatismus und Machtkämpfen. Die Modewelle wird vorbeigehen, aber überall dort, wo die Praxis authentisch und kompetent vermittelt wird, wird sie auch ihre heilsame Wirkung entfalten – in welchen gesellschaftlichen Bereichen auch immer.
BA: Muss man in zwanzig Jahren einen MBSR-Kurs gemacht haben, um eine Anstellung zu bekommen, weil man damit über mehr Stressresistenz verfügt?
LV: Das hoffe ich nicht. Die Instrumentalisierung der Praxis wird auf lange Sicht nicht funktionieren. Das ist ja das Schöne an der Praxis – sie wird dann am tiefsten wirken, wenn sie um ihrer selbst praktiziert wird, und nicht, um sich „zurechtzumeditieren“. Das ist letztlich immer eine mehr oder weniger subtile Gewalt gegen sich selbst und beruht auf einer inneren Aversion oder einem Widerstand unserer inneren Wirklichkeit gegenüber.
BA: Sie haben 1996 die Zeitschrift „Mit Kindern wachsen“ gegründet, die es immer noch gibt. Es ist ein Feld, das Sie auch persönlich, glaube ich, sehr interessiert. Was sind Ihrer Meinung nach die wichtigsten Qualitäten für Erwachsene und für Kinder, um miteinander zu wachsen?
LV: Oh – da sprechen Sie ein heikles Thema an! Wenn ich da mal anfange … Kurz gesagt: Damit Kinder nicht verbogen werden und im Einklang mit sich selbst aufwachsen können, brauchen sie Resonanz – oder anders ausgedrückt, sie müssen sich „gefühlt“ und bedingungslos geliebt fühlen. Die Praxis von Achtsamkeit und Mitgefühl sind wunderbare Möglichkeiten, sich auf das Wesen eines Kindes einzustimmen, den Anfängergeist zu kultivieren und sich immer neu und offen dem inneren Geheimnis zuzuwenden, wer ein Kind in seiner Essenz ist und was es braucht, um im Einklang mit sich selbst aufzuwachsen. Das findet man in keinem Buch, sondern es offenbart sich, wenn wir wirklich präsent, mitfühlend und offen sind. Das Kind braucht keine besonderen Qualitäten – es wächst von allein, wenn es die entsprechenden Bedingungen vorfindet, und sein grundlegendes Gutsein sowie sein ganz individuelles Wesen kann zur Entfaltung kommen. Damit sage ich nicht, dass das leicht wäre. Kinder berühren uns in einer Tiefe wie sonst kaum ein anderer Mensch, und das bringt Ge-fühle an die Oberfläche, die ansonsten häufig im Verborgenen bleiben. Ich habe nirgendwo – auch in keinem Retreat – so viel gelernt wie durch das Vatersein.
BA: Thich Nhat Hanh spricht in seinen Büchern oft vom „Wunder der Achtsamkeit“. Können Sie aus Ihrem eigenen Erleben von einem solchen Wunder erzählen?
LV: Es gibt sicherlich einige „wunderbare“ Erfahrungen aus den diversen Retreats, die ich besucht habe. Das größte Wunder aber ist für mich, wie sich die Praxis der Achtsamkeit und des Mitgefühls in mein alltägliches Leben sozusagen eingeschlichen hat. Es ist so, als würden durch die Praxis unterirdisch Qualitäten wachsen, die dann plötzlich im Alltag aufblühen. Das muss ich nicht „machen“, es geschieht nach seinem eigenen inneren Gesetz – die Praxis verändert mich, ohne dass ich sie als Methode einsetze, um irgendetwas gezielt zu verändern. Das ist doch wirklich wunderbar!
BA: Sie haben neben den vielen Büchern über Achtsamkeit auch immer wieder buddhistische Lehrende wie Pema Chödron, Chögyam Trungpa, Dzigar Kongtrul herausge-bracht. Was fasziniert Sie an buddhistischen Sichtweisen, das über säkulare Achtsamkeitsansätze möglicherweise hinausgeht?
LV: Die buddhistische Meditation ist eine der Wurzeln fast aller Achtsamkeitsprogramme, und auch für mich persönlich ist Vipassana nach wie vor meine Kernpraxis. Von daher interessieren mich natürlich die Erfahrungen und Erkenntnisse von Menschen, die ihr Leben der Meditation verschrieben ha-ben. Mich persönlich faszinieren aber auch Mystiker aus anderen Traditionen sowie Sufilehrer wie Llewellyn Vaughan-Lee und Reshad Feild oder auch manche psychotherapeutische Ansätze sowie Erkenntnisse aus der Bindungs- und Gehirnforschung. Angetan bin ich auch von den Büchern von Ezra Bayda, der für mein Gefühl ein besonders zeitgemäßes Zen vertritt, ohne dabei seine Essenz zu vernachlässigen.
BA: Mir scheint manchmal, dass sich in den USA die säkulare Achtsamkeitsbewegung bewusst von den buddhistischen Traditionen absetzt und sozusagen ihre eigene „Religion“ ausbildet. Wie sehen Sie das? Ist das auch bei uns schon angekommen oder zu erwarten?
LV: Bei den Lehrenden, mit denen wir zusammenarbeiten, konnte ich das nicht feststellen – im Gegenteil. Ich persönlich würde das auch nicht gutheißen, zumindest nicht grundsätzlich. Wobei ich nicht ausschließen möchte, dass es teilweise dazu kommen kann. Vor allem in wissenschaftlichen, aber auch in medizinisch-therapeutischen Kreisen sind teilweise starke Vorbehalte gegen jegliche religiöse Tendenz zu finden, und es gibt heute immer mehr Menschen, die mit Religion nichts zu tun haben wollen. So kann ich mir schon vorstellen, dass es in bestimmten Kontexten Bestrebungen gibt, jeglichen Bezug zu einer Religion auszuschließen, um nicht in vornherein auf Widerstand zu stoßen. Dabei kann das Kind natürlich mit dem Bade ausgeschüttet werden. Wenn der Bezug zu den Wurzeln der Achtsamkeitspraxis verloren geht, wird auch diese an Kraft und Tiefe verlieren. Ich persönlich fühle mich sehr angesprochen von dem, was der Dalai Lama oft betont: dass wir vielleicht grundsätzlich von Religionen Abstand nehmen und vielmehr eine universelle Ethik entwickeln und leben sollten. Religionen haben schon immer zu Trennung und Dogmatismus bis hin zu Kriegen geführt. Für mich persönlich gibt es keinen richtigen Weg, der für alle Menschen passt, und herauszufinden, was mein eigener Weg ist, kann mir niemand abnehmen.
BA: Wie könnten sich Ihrer Meinung nach Buddhismus und säkulare Achtsamkeitsbewegung befruchten?
LV: Für mich tun sie das bereits in vielerlei Hinsicht. Letztlich geht es darum, ein möglichst umfassendes Wissen um die Funktionsweise des menschlichen Geistes zu entwickeln und Wege zu finden, die Erkenntnisse und Praktiken des Buddhismus auf geschickte Weise für ein Leben in unserer verrückten westlichen Gesellschaft nutzbar zu machen. Wenn wir uns nicht in Richtungskämpfen verirren, sondern auch andere Sichtweisen zulassen können und vielleicht sogar gemeinsam an diesem Prozess weiterarbeiten, kann sich etwas ganz Neues und zutiefst Heilsames entwickeln – für uns selbst und unsere ganze Gesellschaft. Dass dies dringend nötig ist, ist wohl kaum zu übersehen.
Über mich
Als ich vor mehr als 40 Jahren den Arbor Verlag gründete, hatte ich nicht die leiseste Ahnung, wohin diese Entscheidung führen würde. Ebenso wenig Ahnung hatte ich vom Verlagswesen oder von den Gepflogenheiten des Buchhandels – und finanzielle Mittel hatte ich auch nicht zur Verfügung. Ich war Mitte zwanzig, hatte meine Ausbildung zum Lehrer der Alexander-Technik und in personenzentrierter Gesprächsführung abgeschlossen und war auf zwei Bücher gestoßen, die ich wichtig fand, die aber kein Verlag haben wollte. So wurde ich unversehens zum Verleger und die Geschichte nahm ihren Lauf. Eins kam zum anderen und heute kann ich selbst nur staunen, wie sich alles im Laufe der Jahre entwickelt hat. Das ist sicher nicht allein mein Verdienst – ich hatte und habe wunderbare Mittarbeiterinnen und Mitarbeiter und vor allem wunderbare Lehrerinnen und Lehrer, denen ich unsagbar viel zu verdanken habe. Mit der Unterstützung und Inspiration von Jack Kornfield, Jon Kabat-Zinn, Florence Meleo-Meyer, Rick Hanson, Christopher Germer und Reshad Feild konnte ich meine eigene Praxis der Achtsamkeit und des Selbstmitgefühls immer weiter vertiefen, was mein Leben verändert und zutiefst bereichert hat. Mein ganz besonderer Dank gilt Katharina Martin, deren Weisheit, tiefes Mitgefühl und Freundschaft mich nun schon mehr als 40 Jahre begleiten und der ich mehr zu verdanken habe, als ich in Worten ausdrücken könnte. Auch, wenn Katharina im Mai 2024 gegangen ist, wird sie immer im Zentrum meiner Arbeit stehen.Auch, wenn ich mich intensiv mit spirituellen Wegen und Praktiken befasst habe, so liegt mir die Entwicklung von Menschlichkeit am meisten am Herzen – die Kultivierung von Achtsamen Gewahrsein, Mitgefühl, Mitfreude, Gelassenheit, Dankbarkeit und anderen Geistes- und Herzensqualitäten. IFS - die Arbeit mit dem Inneren Familiensystem, hat meinen Ansatz dabei tiergehend bereichert.
Besonders glücklich bin ich in diesem Zusammenhang über unsere Grundausbildung „Integrative Achtsamkeit“! Miterleben zu dürfen wie die Menschen mit der Essenz der Achtsamkeitspraxis in Kontakt kommen, wie sie zunehmend mit sich im Einklang sind und aufblühen – das ist wahrhaft ein Geschenk und zutiefst bereichernd.
Ein weiteres großes Anliegen ist es, mehr Achtsamkeit, Gelassenheit und Mitgefühl in das Leben mit Kindern zu bringen, so dass sie sie selbst bleiben und ihr inneres Potenzial so weitgehend wie möglich verwirklichen können. Mehr Menschlichkeit ist meines Erachtens, was die Welt von heute dringend nötig hat und dazu werden wir im Arbor Verlag, bei Arbor-Seminare, im im Arbor Online Center und bei Mit Kindern wachsen auch weiterhin unser Möglichstes tun.
Leben
1980: Ausbildung in Personenzentrierter Gesprächsführung bei der Gesellschaft für Transpersonale Psychologie
1981 bis 1984 Ausbildung zum Lehrer der Alexander-Technik bei Yehuda Kupermann und anderen
1984: Gründung des Arbor Verlages
1984 bis 1989 Ausbildung in Essentieller Gestalt Arbeit und Gestaltpädagogik bei Katharina Martin
1984 bis 1994: regelmäßige Vipassana-Retreats, vor allem bei Jack Kornfield
1986 Gründung des Vereins „Mit Kindern wachsen“
1995: Geburt meines Sohnes Simon
1996: Gründung der Zeitschrift: Mit Kindern wachsen
1997: Beginn der Zusammenarbeit mit Jon und Myla Kabat-Zinn und Organisation ihrer ersten Seminarreise in Deutschland
1997 bis 2024: Zusammenarbeit mit Katharina Martin in Weiterbildungen des Vereins Mit Kindern wachsen und im Rahmen der Grundausbildung „Achtsamkeit leben – Achtsamkeit lehren“
2001-2015: MBSR-Ausbildung und regelmäßiger Besuch von Retreats und Weiterbildungen mit Jon Kabat-Zinn, Saki Santorelli, Florence Meleo-Meyer, Bob Stahl und Melissa Blacker
2006: Gründung der gemeinnützigen Arbor-Seminare GmbH
2010: Beginn der Zusammenarbeit mit Rick Hanson
2011: Beginn der Zusammenarbeit mit Christopher Germer
2015: Geburt meines Sohnes Julian
2015: Zertifizierung als MSC-Lehrer durch Christopher Germer und Kristin Neff
2017/2018: Basisaubildung in IFS (Der Ansatz mit dem Inneren Familiensystem)
2018-2020: Konzeption der Integrativen Achtsamkeit, gemeinsam mit Katharina Martin und ihrer Tochter Anna.
2021 Erste Grundausbildung in Integrativer Achtsamkeit
Ab 2021 fortlaufende Weiterentwicklung der Weiterbildung in Integrativer Achtsamkeit
»Wir haben sehr wenig Einfluss darauf, welche Wellen uns das Leben beschert.
Aber wir können lernen, auf ihnen zu reiten.«
Saki F. Santorelli, Ed.D., M.A.
„Ausgehend von seiner Arbeit mit Eltern und seiner eigenen langjährigen Meditationspraxis hat Lienhard maßgeblich dazu beigetragen, dass sich MBSR und die Praxis der Achtsamkeit im deutschsprachigen Raum wie auch in ganz Europa ausbreiten konnte.“
Rick Hanson
„Immer wieder hat Lienhard sich als außergewöhnlich herzlich, großzügig, weise, mit gesundem Menschenverstand und wahrhaft engagiert für das Wohl anderer gezeigt. Seine persönliche Achtsamkeits- und Meditationspraxis ist tief und fundiert und er ist vertraut mit verschiedenen achtsamkeitsbasierten Ansätzen, wie Achtsames Selbstmitgefühl, Mindful Parenting und Positive Neuroplastizität. Darüber hinaus ist Lienhard ein wundervoller Lehrer mit der seltenen Kombination von tiefer Einsicht, einfühlsamer Freundlichkeit und spielerischer Kreativität.“
Britta Hölzel, Dr.
„Ich bin immer wieder begeistert davon, mit welcher Anschaulichkeit, Lebendigkeit, Leichtigkeit und Humor Lienhard es versteht, Achtsamkeit und Selbstmitgefühl zu vermitteln. Sein Unterrichten ist gekennzeichnet durch das Loslassen von rigiden, überholten Strukturen und orientiert sich am authentischen, gelebten Prozess.“
Impressum
Lienhard Valentin
Alice-Salomon-Strasse 4
D-79111 FreiburgTel: +49 (0)761 401 409 30
Kontakt per E-MailHaftungshinweisIch bemühe mich im Rahmen des Zumutbaren, auf meiner Website richtige, aktuelle und vollständige Informationen bereit zu stellen und behalte mir vor, die Informationen jederzeit ohne vorherige Ankündigung zu ändern oder zu ergänzen.
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In bestimmten Fällen, die in Art. 20 DSGVO im einzelnen aufgeführt werden, haben Sie das Recht, die Sie betreffenden personenbezogenen Daten in einem strukturierten, gängigen und maschinenlesbaren Format zu erhalten beziehungsweise die Übermittlung dieser Daten an einen Dritten zu verlangen.
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Beschwerderecht bei einer Aufsichtsbehörde
Sie haben gem. Art. 77 DSGVO das Recht auf Beschwerde bei einer Aufsichtsbehörde, wenn Sie der Ansicht sind, dass die Verarbeitung der Sie betreffenden Daten gegen datenschutzrechtliche Bestimmungen verstößt. Das Beschwerderecht kann insbesondere bei einer Aufsichtsbehörde in dem Mitgliedstaat Ihres Aufenthaltsorts, Ihres Arbeitsplatzes oder des Orts des mutmaßlichen Verstoßes geltend gemacht werden.
Kontaktdaten Datenschutz
Falls Sie noch weitere Fragen zum Thema Datenschutz haben, beantworte ich diese gerne unter lienhard@arbor-seminare.deHaben Sie vielen Dank für Ihr Interesse an diesem wichtigen Thema.Lienhard Valentin, November 2025